Wer ins Ausland reist, steht oft vor der Frage: Welche Karte nehme ich mit? Welche Gebühren entstehen beim Bezahlen oder Geldabheben? Und was passiert, wenn die Karte plötzlich nicht funktioniert? Diese Fragen sind berechtigt, denn die falschen Entscheidungen können schnell zu hohen Zusatzkosten führen.
Warum Auslandsgebühren so unterschiedlich ausfallen
Nicht jede Bank berechnet dieselben Gebühren für Transaktionen im Ausland. Während einige Institute pauschale Beträge pro Abhebung verlangen, setzen andere auf prozentuale Aufschläge. Eine Studie der Europäischen Zentralbank zeigt, dass Verbraucher im Durchschnitt zwischen 1,5 und 3,5 Prozent an Gebühren zahlen, wenn sie außerhalb der Eurozone Geld abheben oder mit Karte bezahlen [1].
Die Dynamische Währungsumrechnung (DCC) ist ein weiterer Aspekt, den viele Reisende unterschätzen. Wenn am Terminal die Frage erscheint, ob in Euro oder in der Landeswährung abgerechnet werden soll, entscheiden sich viele für Euro – und zahlen dabei oft einen schlechteren Kurs. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass DCC-Transaktionen bis zu 7 Prozent teurer sein können als die Abrechnung in Landeswährung [2].
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Unsere Beratung entdeckenKartenlimits und ihre Tücken
Viele Banken setzen standardmäßig Limits für Auslandstransaktionen. Diese können täglich, wöchentlich oder pro Transaktion gelten. Wer spontan einen größeren Betrag abheben muss, steht dann möglicherweise vor verschlossenen Türen. Es empfiehlt sich, vor der Reise die Limits zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Darüber hinaus blockieren einige Banken Karten automatisch, wenn ungewöhnliche Transaktionsmuster erkannt werden. Ein plötzlicher Einsatz in einem Land, das als Hochrisikogebiet gilt, kann zur temporären Sperrung führen. Forschungen zum Thema Zahlungssicherheit zeigen, dass bis zu 15 Prozent aller Auslandstransaktionen fälschlicherweise als verdächtig eingestuft werden [3].
Backup-Zahlungsmittel sind unverzichtbar
Eine einzige Karte mitzunehmen ist riskant. Geht sie verloren, wird sie gestohlen oder blockiert, steht der Reisende ohne Zahlungsmittel da. Experten empfehlen, mindestens zwei verschiedene Karten von unterschiedlichen Anbietern dabei zu haben. Zusätzlich kann ein kleiner Bargeldbestand in der Landeswährung helfen, die ersten Stunden nach der Ankunft zu überbrücken.
Sichere Aufbewahrung der Karten
Karten sollten niemals alle am selben Ort aufbewahrt werden. Eine Karte im Portemonnaie, eine zweite im Hotelsafe und eine dritte in einem versteckten Fach des Gepäcks – so minimiert man das Risiko eines Totalverlustes. RFID-Schutzhüllen können zudem verhindern, dass Daten kontaktlos ausgelesen werden.
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Beratung anfragenWas tun bei Kartenverlust im Ausland?
Der Verlust einer Karte im Ausland erfordert schnelles Handeln. Zunächst sollte die Karte über die Hotline der Bank oder per App gesperrt werden. Viele Institute bieten einen Notfall-Bargeldservice an, bei dem binnen 24 Stunden ein Ersatzbetrag an einem Partnerunternehmen abgeholt werden kann.
Es ist ratsam, vor der Reise die Sperrnummern der eigenen Karten zu notieren und getrennt von den Karten aufzubewahren. Auch eine Kopie der Kartenvorderseite (ohne Sicherheitscode) kann im Notfall hilfreich sein.